Der neue Orpheus / Orpheus und Eurydike
Kantate Op. 16 von Kurt Weill, Text von Ivan Goll | Oper von Christoph Willibald Gluck, Dichtung von Ranieri de’ Calzabigi | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Tetsuro Ban
Inszenierung Peter Lund
Bühne und Kostüme Claudia Doderer
Orpheus, der mythische Sänger und Todesüberwinder, steht gleich zweimal im Zentrum der Eröffnungspremiere des Musiktheaters.
Orpheus ist der Inbegriff des Künstlers, der mit seiner Kunst die Welt verändert: Selbst Tiere und wilde Furien sind von seinem Gesang bewegt und empfinden Mitleid für den Trauernden.
Kurt Weills Kantate »Der neue Orpheus« eröffnet mit expressionistischer Wucht den Abend. Das Werk entstand 1927 und vermischt die sehr unterschiedlichen Stilelemente von Arie und Chanson. Weill arbeitet mit parodistischen Anklängen an populäre und traditionelle Themen. Er entwirft einen modernen Anti-Orpheus, dessen Kunst an der Kälte und Gleichgültigkeit der Menschen zerbricht. Erzählt wird die traurige Geschichte des Sängers, der sich in die grauen Mauern der Städte aufmacht, um Eurydike, und mit ihr die ganze Menschheit, zu erlösen. In sieben Variationen zeichnet Weill das Bild des Künstlers in seiner Ohnmacht und Verzweiflung. Orpheus wird nicht mehr erhört, seine Musik erlöst niemanden mehr. Seine Eurydike ist eine Prostituierte. Erlösung ist nicht möglich. Und so muss Orpheus sterben.
Auf ganz andere Art und Weise als Kurt Weill hatte auch Christoph Willibald Gluck einen Bruch mit der Tradition im Sinne: Nach seiner Oper »Orpheus und Eurydike« wurde die Reform der italienischen Oper das Ziel des Oberpfälzer Komponisten.
Die Verzweiflung über den Tod seiner geliebten Frau Eurydike stürzt den Sänger Orpheus in grenzenlose Trauer. Er droht den Göttern, sich umzubringen. Da erscheint Amor und erlaubt ihm, Eurydike aus dem Reich der Toten zurückzuholen, vorausgesetzt, dass er sich dabei nicht nach ihr umsieht. Orpheus trotzt zwar den Gefahren der Unterwelt, doch die entscheidende Bedingung, die ihnen den gemeinsamen Rückweg ermöglichen würde, vermag er nicht zu erfüllen: kein Blick zurück auf Eurydike. Anders als bei Weill haben die Götter Mitleid mit Orpheus und erwecken Eurydike ein zweites Mal zum Leben.
Kein anderer Stoff wurde häufiger für das Musiktheater herangezogen als der Mythos um den antiken Sänger, der kraft seines Gesangs die Schatten der Unterwelt erweicht. So nimmt es nicht wunder, dass der Orpheus-Stoff von Monteverdis »L’Orfeo« (1607) bis zu Gluck immer wieder eine Rolle gespielt hat. Und als das musikalische Theater begann, sich selbst zu parodieren, stand Orpheus wiederum Pate für die erste abendfüllende Operette Jacques Offenbachs, für »Orpheus in der Unterwelt« im Jahre 1858.
Besetzung
DER NEUE ORPHEUS | ||
Sopran | Michaela Schneider / | |
Theodora Varga | ||
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ORPHEUS UND EURYDIKE | ||
Orpheus | Yosemeh Adjei | |
Eurydike | Michaela Schneider / | |
Theodora Varga | ||
Amor | Aurora Perry / | |
Anna Pisareva | ||
Opernchor | ||
Philharmonisches Orchester |
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Änderungen vorbehalten! Die aktuelle Abendbesetzung erhalten Sie am Programmheftestand.
Premiere:
22.09.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 24.09.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 27.09.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 30.09.2012 15:00 - ca. 17:00 Uhr
- 02.10.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 05.10.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 09.10.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 14.10.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 20.10.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 21.10.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 31.10.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 02.11.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 25.11.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 20.12.2012 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 09.01.2013 19:30 - ca. 21:30 Uhr
- 28.01.2013 19:30 - ca. 21:30 Uhr



