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Hans Heiling

Romantische Oper in drei Aufzügen und einem Vorspiel | Musik von Heinrich Marschner (1795–1861) | Dichtung von Eduard Devrient | Regensburger Erstaufführung

Theater am Bismarckplatz

Musikalische Leitung Tom Woods / Satomi Nishi (nur 28.10.2015) / Israel Gursky (nur 1.,8.11., 7./29.12.2015)
Inszenierung Florian Lutz
Bühne und Kostüme Sebastian Hannak
Choreinstudierung Alistair Lilley
Dramaturgie Christina Schmidt
Licht Wanja Ostrower


Fotos: Jochen Quast

› Das Geisterreich stößt mich zurück, und hin ist all mein Erdenglück!‹
Heiling


Mit Heinrich Marschners „Hans Heiling“ kommt die erfolgreichste Oper des böhmischen Komponisten auf die Regensburger Bühne. Der Sänger, Schauspieler und Theaterleiter Eduard Devrient hatte das Libretto schon vorher Felix Mendelssohn Bartholdy angeboten, der jedoch ablehnte. Bei der Uraufführung am Königlichen Opernhaus 1833 in Berlin sang Devrient selbst die Titelrolle. Musikhistorisch schlägt Marschners Oper die Brücke zwischen Webers „Der Freischütz“ und Wagners „Der fliegende Holländer“. Der Wald als ein Protagonist der Handlung und die Unvereinbarkeit von Geister- und Menschenwelt finden sich auch hier als Elemente der Handlung wieder. Der dramatische Deklamationsstil, die psychologisierende Orchestersprache und das seinerzeit beliebte Geistersujet des „Hans Heiling“ untermauerten Marschners Ruf als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Opernkomponisten seiner Zeit. Den zukünftigen König der Geister, Hans Heiling, zieht es zu einer Sterblichen. Seine Liebe zu Anna ist so groß, dass er bereit ist, auf den Thron und seine Zauberkräfte zu verzichten, um ein Mensch zu werden. Doch sein irdisches Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Anna empfindet zunehmend Furcht vor dem düsteren Heiling und wendet sich von ihm ab. Sie nimmt das Werben ihres Jugendfreundes Konrad an. Bei ihrer Hochzeit mit Konrad erscheint Heiling und will grausame Rache nehmen.

Als Regisseur konnte der gerade neu ernannte zukünftige Opernintendant der Oper Halle, Florian Lutz, gewonnen werden. Lutz ist bekannt dafür, dass er Opernkonventionen und Sehgewohnheiten hinterfragt und dem Althergebrachten überraschend neue Perspektiven abgewinnt. „Hans Heiling“ inszeniert er in Regensburg als interaktives Theatererlebnis, bei dem der Zuschauer Teil der Aufführung werden kann.


„Florian Lutz bezieht die Zuschauer auf intensive Weise mit ein. (...) Das funktioniert auch deshalb so gut, weil die Sänger allesamt extrem charismatisch wirken, auch durch Kostüme, Lichtregie und reduziertes Bühnenbild zum Blickfang werden und durch ihre kraftvollen Stimmen dieses Werk aufrührerisch temperamentvoll interpretieren.
(...) Dazu dirigiert Tom Woods das Philharmonische Orchester Regensburg mit Temperament, ohne es in den Vordergrund zu schieben. Er kristallisiert die Streicherbögen, die einzelnen Instrumentallinien, die Tiefen dieser Partitur glasklar ohne romantische Akzentuierungen heraus.“
Die deutsche Bühne, 21.9.2015


Einführung

Einführungsveranstaltung 30 Minuten vor jeder Vorstellung (mit Ausnahme der Premiere) | Foyer Neuhaussaal | Eintritt frei



Besetzung

Die Königin der Erdgeister Theodora Varga / Christina Rümann (nur 3.10.15)
Hans Heiling Adam Krużel (19./25.9., 3./9./12./18./28.10., 1./8.11.2015, 23.2.2016) / Seymur Karimov (23./30.9., 7./29.12.2015) 
Anna, seine Braut Michaela Schneider
Gertrud, ihre Mutter Vera Egorova 
Konrad Steven Ebel 
Stephan, sein Freund Mario Klein 
Nicklas Matthias Laferi

Änderungen vorbehalten.

Statisterie und Kleindarsteller
In Kooperation mit dem Bürgertheater Regensburg e.V. und Regensburger Bürgerinnen und Bürgern

Opernchor und Extrachor des Theaters Regensburg
Philharmonisches Orchester Regensburg