01. Januar 2012, 17 Uhr
02. Januar 2012,
05. Januar 2012,
jeweils 19.30 Uhr
Neuhaussaal

Preise C

3. Sinfoniekonzert - Neujahrskonzert

Claude Debussy (1862-1918)
Petite Suite
Darius Milhaud (1892-1974)
Le Boeuf sur le toit op. 58
Familie Strauß
Polkas und Walzer
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Musikalische Leitung: Tetsuro Ban

Wundervolle Klangwelten

Claude Debussy, der Entdecker einer neuen, im wahrsten Sinne des Wortes „wundervollen“ Klangwelt, schrieb seine Petite Suite ganz in der Tradition französischer Musik. Nach siebenjährigem Aufenthalt in der Schweiz, Italien und Russland kehrte Debussy 1888 in seine Geburtsstadt Paris zurück und begann mit der Arbeit an der Petite Suite, worin er einfache Harmonik, tänzerisch elastische Rhythmen und leichte Akzente vereint. Debussy erfüllte die Forderung der französischen Musik des 19. Jahrhunderts, Vergnügen zu bereiten, mit einer ungezwungenen Fülle an einfallsreichen Melodien.
Nach seiner Rückkehr von Brasilien nach Paris komponierte Darius Milhaud das Werk „Le Boeuf sur le toit“, in dem er den südamerikanischen Melodien und Rhythmen, die er während seines Aufenthaltes dort kennen gelernt hatte, ein Denkmal setzte. Ihren Namen erhielt die Komposition von einem brasilianischen Volkslied. Mit der Absicht, „einige populäre Melodien, Tangos, Maxixes, Sambas und sogar einen portugiesischen Fado“ zu vereinen, lässt Milhaud bewusst keinen dramatischen Handlungsbogen entstehen, sondern bildet ein buntes Melodienpotpourri von wunderbarer Lebhaftigkeit, das durch ein schwungvolles, rondoartiges Thema verbunden wird. Milhauds Arbeit wurde sehr von der Atmosphäre des Cocteau-Zirkels beeinflusst, in den er nach seiner Rückkehr Aufnahme gefunden hatte. Ursprünglich als Stummfilmmusik gedacht, verwendete sie der französische Schriftsteller Jean Cocteau schließlich für die musikalische Untermalung einer seiner Pantomimen.
Verschiedenste Polkas und Walzer der Familie Strauß werden die Wiener Atmosphäre des 19. Jahrhunderts lebendig werden lassen. Die Werke, die aus der Tanz- und Unterhaltungsmusik stammen, lassen an melodischem Einfallsreichtum, der Kunst der Themenbehandlung und der Instrumentation nichts mangeln und sind den hervorragendsten Schöpfungen der Sinfonik gleichzusetzen.