Premiere:

2. Juni 2012
19.30 Uhr
Velodrom

Weitere Vorstellungen:
06./07. Juni,
06. Juli 2012,
jeweils 19.30 Uhr

Preise:
Mo-Do 22,30 €,
Fr-So 23,10 €

Änderungen vorbehalten!

creative attack - Junge Choreografen VIII

Uraufführung
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Choreografien von Tu Ngoc Hoang, Andrea Bibolotti und Jonatan Salgado Romero
Es tanzt das Regensburger Ballettensemble

Der junge Vietnamese Tu Ngoc Hoang studierte klassischen Tanz am Vietnam National Dance College und bildete sich in zahlreichen Workshops für Modern Dance weiter aus.
Bevor er in der Spielzeit 2009/10 nach Regensburg kam, tanzte er in seinem Heimatland bereits einige große Partien und war unter anderem in der Schweiz engagiert. Neben
spannenden Rollen wie Mercutio in „Romeo und Julia“ und Fritz in „Nussknacker – Erinnerungen an das Vergessen“ fiel der junge Tänzer in den vergangenen Jahren auch durch seine eigenen Choreografien auf.
Dieses Jahr wird er mit „Where to…?“ ein abstraktes Werk auf die Bühne bringen. Sein Stück thematisiert die hin und wieder verschwimmende Grenze zwischen Phantasie und Realität. In einer „Alice-im- Wunderland“-Atmosphäre erlebt der Protagonist all die verschiedenen Möglichkeiten des Lebens, die sich in der Traumwelt  ausleben und ausprobieren lassen, bevor man sich für eine Version entscheidet und diese schließlich im wahren Leben zu einer Tatsache wird. Fragen wie „Wo gehe ich hin?“, „Wo soll ich bleiben?“, „Wer bin ich?“ und „Wer könnte ich eigentlich sein?“ spiegeln sich dabei zu der träumerisch-abstrakten Musik der britischen Popgruppe „The Art of Noise“ in der Tanzdarbietung wider.

Andrea Bibolotti, in Italien geboren und an der Dance School Liliana Cosi Stefanescu ausgebildet, schloss 2001 seine Ausbildung ab. Nachdem er eie internationales Stipendium gewann, konnte er im „Corso di Perfezionamento per Giovani Danzatori“ seine Studien vervollkommnen. Nach ersten Auftritten in Italien, erhielt der junge Tänzer Engagements in Frankreich, in der Schweiz am Ballett Basel und schließlich in Innsbruck am Tiroler Landestheater, wo er bereits sein Talent zum Choreografieren entdecken und beweisen konnte.
Am Theater Regensburg werden nun zum ersten Mal mit zwei sehr unterschiedlichen Werken Choreografien von ihm zu erleben sein. Das abstrakt gehaltene Stück „Yabai“ ist ganz und gar dem Land Japan gewidmet. Der Ausruf „Yabai“ wird dort vor allem von jungen Menschen gebraucht und kann je nach Situation und Aussprache große Zustimmung bzw.   Begeisterung sowie auch Ablehnung und Abwertung bedeuten. Seine Liebe zu dem fernöstlichen Land kommt auch in der Choreografie zu tragen, in der vor allem japanische  Kulturelemente, wie beispielsweise Bewegungsabläufe aus dem Sumo-Kampf oder aber die zierliche Eleganz der Teezeremonie, zu aufwirbelnden japanischen Percussion-Klängen
verarbeitet werden.
Sein zweites Stück „Arbitrio Libero“ hingegen wurde vor allem durch philosophische Überlegungen über den freien Willen durch Gottes Gnaden und der Frage nach dem Übel in der Welt inspiriert. Mit seiner tänzerischen Darbietung versucht der junge Italiener eine persönliche Antwort auf das Mysterium, wie der allmächtige Schöpfer Böses in der Welt zulassen
kann, zu geben und erörtert die Rolle des freien Willens des Menschen, wenn er sich den Versuchungen des Teufels ausgesetzt findet; die guten und bösen Kräfte, die tagtäglich auf einen jeden einwirken, werden personifiziert und tänzerisch umgesetzt.

In creative attack – Junge Choreografen VIII wird Jonatan Salgado Romero sein choreografisches Debüt feiern. Der Spanier schloss seine Ausbildung in klassischem Ballett,
Jazz und zeitgenössischem Tanz am London Studio Centre in England ab und bildete sich schon zu seiner Studienzeit durch zahlreiche internationale Workshops weiter. Bereits in
Spanien sammelte er als Solist einiges an Bühnenerfahrung, bevor er am Landestheater Linz engagiert wurde.
Mit seinem Erstlingswerk „No way back“ erzählt Jonatan Salgado Romero die Geschichte eines jungen Mannes, der in einer gefährlichen Situation plötzlich mit den Missständen seines eigenen Lebens und Charakters konfrontiert wird, die er zuvor geflissentlich ignoriert hatte. In einer wahren Bilderflut werden nicht nur die verpassten Chancen, zu einem besseren Menschen zuwerden, präsentiert, sondern auch die emotionalen Flutwellen, die den Protagonisten überrollen – Verwirrung, Wut, Verzweiflung, Furcht, Verweigerung und
Akzeptanz. Zudem wird auch die Frage des Lebens nach dem Tod tänzerisch aufgegriffen. Inspiriert wurde der junge Tänzer vor allem durch die Idee, die hinter der blutigen Horror-Thriller-Reihe „Saw“ steht und durch deren Filmmusik. Die düsteren Klänge von Charlie Clousers „Shithole Theme“ und „What it takes“ ließen vor seinem inneren Auge sofort die Geschichte entstehen, die er nun durch seine Choreografie mit dem Publikum teilen wird.