
Premiere:
30. September 2011
19.30 Uhr
Theater am Haidplatz
Weitere Vorstellungen:
02./04./05./10./13./14./
15./16./19./20./21./24./
26./27./28./29. Oktober,
02./03./04./05./06./08./
09. November 2011,
jeweils 19.30 Uhr
Zusatzvorstellungen:
7./8./9. Februar 2012,
jeweils 19.30 Uhr
Der Vorverkauf hat begonnen!
Preise:
Mo-Do: 16,50 €
Fr-So: 17,10 €
Änderungen vorbehalten!
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
Bühnenstück nach der Erzählung von Heinrich Böll (1917-1985)
Bearbeitet von Margarethe von Trotta (*1942)
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Inszenierung: Johannes Zametzer
Bühne: Peter Engel
Kostüme: Susanne Ellinghaus
Skandalös! Die couragierte und unbescholtene Hausangestellte Katharina Blum lernt am Vorabend der Weiberfastnacht den polizeilich gesuchten Ludwig Götten kennen und verliebt sich in ihn. Nach einer gemeinsamen Nacht hilft sie ihm, der Polizei zu entkommen und wird in der Folge das Opfer einer skrupellosen Schmutzkampagne einer auflagenstarken Boulevardzeitung. Sie gerät unter wachsenden psychischen Druck und setzt sich schließlich mit einem Akt der Gegengewalt zur Wehr, der ihre verlorene Ehre wiederherstellen soll.
Es geht um Psychoterror. Bölls 1974 erschienene Erzählung entstand im Kontext seiner Auseinandersetzung mit dem Terrorismus und thematisiert die verleumderische Hetze der Presse gegen „mutmaßliche Sympathisanten“. Der Text ist eine schonungslose Anklage gegen sensationslüsternen Journalismus, dem Schlagzeilen wichtiger sind als die Wahrheit, Verkaufszahlen wichtiger als das Schicksal von Menschen. Gleichzeitig kritisiert Böll die Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Medien. Mit bitterem Humor und sprühendem Witz verstrickt er die Menschen in ein Netz von Beziehungen und Abhängigkeiten und zeigt, wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann.
Literatur gegen den Zeitgeist wollte Böll mit seiner brisanten Erzählung schaffen, die 1975 in der Regie von Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff auch verfilmt wurde. Dass sein erfolgreichstes Werk bis heute eine erschreckende, zeitlose Aktualität bewahrt hat, zeigt dessen literarischen Rang. Denn die Macht der Medien ist ungebrochen, und menschenverachtende journalistische Praktiken und Meinungsmache durch Politiker zerstören auch heute noch häufig genug Leben.
| Besetzung | |||
|---|---|---|---|
| Conférencier | Oliver Severin | ||
| Katharina Blum, Hausangestellte | Anna Dörnte | ||
| Beizmenne, Kriminalkommissar | Michael Haake | ||
| Hach, Staatsanwalt | Oliver Severin | ||
| Frau Pletzer, Kriminalbeamtin | Doris Dubiel | ||
| Moeding, Assistent von Beizmenne | Daniel Tille | ||
| Tötges, Journalist der ZEITUNG | Gabriele Fischer, Paul Kaiser, Daniel Tille | ||
| Anna Lockster, Protokollistin im Polizeipräsidium | Gabriele Fischer | ||
| Brettloh, Katharinas geschiedener Mann, Arbeiter | Christoph Bangerter | ||
| Schönner, Bildjournalist der ZEITUNG | Doris Dubiel | ||
| Else Woltersheim, Katharinas Tante | Doris Dubiel | ||
| Lüding, Großindustrieller | Christoph Bangerter | ||
| Sträubleder, Politiker | Paul Kaiser | ||
| Konrad Beiters, Elses Freund | Paul Kaiser | ||
| Pater Urbanus | Daniel Tille | ||
| Hubert Blorna, Rechtsanwalt | Christoph Bangerter | ||
| Trude Blorna, Huberts Frau, Architektin | Gabriele Fischer | ||
| Kriminalbeamte, Polizisten, Zeitungsleute | Ensemble |











