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VELODROM | Die Gegebenheiten der Spielstätte

Das Velodrom, 1897-98 von Simon Oberndorfer als Radsportstätte erbaut, wurde durch das große Engagement des Velodrom – Vereins e.V. vor dem Abbruch bewahrt und von Oswald Zitzelsberger saniert, umgebaut und wiedereröffnet. Während der dreijährigen Sanierungsphase des Theaters am Bismarckplatz diente es als Ausweichspielstätte und wird heute noch für die Sparten für Musical, Operette, Tanz und Schauspiel als Spielstätte genutzt. Es steht ebenfalls dem Vermietungsbereich mit einer kompletten Bühnensituation und ca. 600 Sitzplätzen an freien Terminen zur Verfügung.

Verkehrsgünstig zu erreichen liegt diese Spielstätte zentrumsnah am Arnulfsplatz, zwei in unmittelbarer Nähe gelegene Tiefgaragen (am Arnulfsplatz und am Bismarkplatz) ermöglichen ausreichende Parkmöglichkeiten bei Veranstaltungen.

Auf Grund der Bühnensituation unterliegt das Velodrom der Versammlungsstättenverordnung. Die an diese Verordnung gebundenen Bestimmungen für den Mieter, werden unter „Mietkonditionen“ ausführlich erklärt.


Bestuhlungsmöglichkeiten:
Das Velodrom verfügt über einen festen Bestuhlungsplan mit insgesamt 594 Sitzplätzen:

  • 490 Sitzplätze im Parkett (17 Reihen)
  • 4 Rollstuhlplätze
  • 99 Sitzplätze auf der Galerie

Der Zuschauerbereich im Velodrom steht im Parkett mit einer Tribünensituation zur Verfügung. Diese beginnt mit der ersten Erhöhung für die 4. und 5. Reihe zusammen. Die zweite Erhöhung setzt mit der Reihe 6 an und führt dann kontinuierlich Reihe für Reihe fort bis zur Reihe 16, die mit der 17. Reihe zusammen auf der letzten Stufe steht.

Gastronomie:
Im Velodrom steht Ihnen für all Ihre Wünsche die professionelle Gastronomie von Ché Schlegl / Karin Griesbeck zur Verfügung.

Historie der Spielstätte:
Das Veldrom, errichtet im Jahr 1898 durch den Regensburger Fahrrad- und Autohändler Simon Oberdorfer, erfüllte zu dieser Zeit den Wunsch der Bürger nach einem großen, modernen Veranstaltungssaal für Versammlungen, Feste und Konzerte. Der Bauherr und Besitzer Simon Oberdorfer jedoch, als Liebhaber der Fahrradkünste in Regensburg und als Kunst-Meisterfahrer auch in verschiedenen Orten Deutschlands bekannt geworden, verfolgte zunächst mit seinem Velodrom die Intention, eine Radrennbahn für Regensburg zu eröffnen.  Als auffällig für die damalige Zeit ist die stählerne Dachkonstruktion zu erwähnen. Durch die Renovierung heute wieder sichtbar geworden, erkennt man die kühne Eleganz der Stahlkonstruktion, sie überspannt die gesamte Gebäudebreite von 25 Metern und verschafft dem Raum eine angenehme Höhe.  Schon nach wenigen Jahren hatte sich die Veranstaltungsstätte als „größtes und schönstes Vergnügungsetablissement am Platze“ mit Theater-Varietés, Bällen, sogar mit Zirkusveranstaltungen etabliert. Mit diesem bunten Metier für große und kleine Regensburger, behielten das Velodrom und Simon Oberdorfer ihre Präsenz in der Stadt bis weit nach dem ersten Weltkrieg.
Auch die am Anfang des 19. Jahrhunderts aufkommenden ersten Kinofilme wurden gleichermaßen im Velodrom gezeigt um den Bürgern eine erfolgversprechende neue Vergnügungssparte anzubieten, die letztendlich dem Velodrom 1929 einen neuen Namen verlieh: Das „Capitol“.

Mit Einzug der Nationalsozialisten begann ein sehr trauriges Kapitel rund um die Spielstätte und seinen Gründer. Im Velodrom wurde das Programm auf Heimat-, Liebes- und Kriegsfilme reduziert, während Simon Oberdorfer 1943 gemeinsam mit seinen Verwandten in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermordet wurde.

Bis in die Anfänge der 70er Jahre behielt das Capitol seine Funktion als Kino. Nach 1974 diente es als Kulissenlager für das Theater und konnte durch Bürgerengagement vor dem Abriss gerettet werden. Dank dem Velodrom – Verein e.V. und des Einsatzes von Oswald Zitzelsberger (Eigentümer bis Ende 2021) wurde das Gebäude von 1990 bis 1996 saniert und steht seither unter Denkmalschutz.

(Quellen: die Broschüre des Velodrom–Vereins e.V. )

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