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Theater für junges Publikum im Lockdown

Das Junge Theater hat seit April vergangenen Jahres vielfältige Formate entwickelt, um mit seinem Publikum in Kontakt zu bleiben und Abwechslung in den „Corona-Alltag“ zu bringen.

Bereits im ersten Lockdown standen die SchauspielerInnen der jungen Sparte in bekannten Rollen am Telefon für Ausflüchte aus dem Alltag zur Verfügung („Es klingelt bei …“) und mit „Patricks Trick“ wurde eine Inszenierung eigens in und für den digitalen Raum entwickelt, die vom Fachmagazin „Die deutsche Bühne“ als „sensibles Gesichtstheater“ beschrieben und in der Jahresbilanz sogar als „besonders Format im Shutdown“ hervorgehoben wurde.
Hier nun eine Übersicht zu aktuellen Projekten des Jungen Theaters, die von Schul-Kooperationen über ein Mitmachhörspiel bis hin zum e-Book-Projekt reichen.

  • „Making-of … Die Bremer Stadtmusikanten“:

Das Familienstück zur Weihnachtszeit, das unter normalen Umständen von über 20.000 Menschen besucht wird, konnte im November 2020 leider nur als „Geisterpremiere“ vor leeren Rängen gezeigt werden. Entstanden ist aber ein halbstündiges „Making-of“, das vom Bühnenbildmodell über die Aufbauten, Maskenproduktion und Proben-Einblicke ein spannendes Panorama zum Theateralltag auffächert. Das „Making-of“ steht den Schulen für den Unterricht kostenfrei als Videostream zur Verfügung, umfangreiches Begleitmaterial mit Arbeitsaufgaben, einem Quiz und Ideen zum kreativen Arbeiten runden das Paket gemeinsam mit Nachgesprächen durch Theaterpädagogin, SchauspielerInnen und Regieassistentin ab. Auch ein Hörspiel zu den „Bremer Stadtmusikanten“ steht zum Download hier bereit.

  • Patenschaften für Klassen:

Die SchauspielerInnen des Jungen Theaters haben für drei Klassen von Mittel- und Realschulen Patenschaften übernommen. Michael Zehentner beispielsweise betreut eine Realschule zum Schulstoff von Kafkas „Die Verwandlung“, Anna Kiesewetter unterstützt eine Klasse der Clermont-Ferrand-Mittelschule und Peter Blum ist mit der Willi-Ulfig-Schule in Kontakt.

  • Unterrichtseinheiten für SchülerInnen und Fortbildungen für LehrerInnen:

Was analog war, wird digital. In unzähligen Videokonferenzen finden seit Monaten Vorträge, Workshops, Diskussionen und Fortbildungen für PädagogInnen und Klassen statt. Die Angebote zum Thema „Was ist Theater?“, „Wie lese ich ein Drama?“ oder „Theaterübungen für den (digitalen) Schulunterricht“ stoßen auf sehr große Resonanz. Die Lehrkräfte schätzen die Motivation von außerschulischer Seite und die Schüler:innen die Abwechslung im digitalen Unterricht.

  • Digitales Theater „Patricks Trick“:

Bereits im ersten Lockdown wurde das Stück von Kristo Šagor über einen Bruder im Gespräch mit seinem noch ungeborenen, behinderten Geschwisterchen im Videochat für die digitale Bühne entwickelt. Noch immer wird die Online-Inszenierung kostenfrei von Schulen gebucht – Vor- und Nachbereitungen inklusive.

Mit „Ricos Reise“, einem Mitmachhörspiel für Kinder ab 4 Jahren, wirkt das Junge Theater der Tristesse in den eigenen vier Wänden entgegen: Der kleine Drache Rico liebt es, neue Orte zu entdecken – und das geht auch im eigenen Zimmer.

Ab sofort steht das Mitmachhörspiel kostenfrei zum Anhören hier bereit und hilft, das eigene Zimmer als Abenteuerspielplatz neu zu entdecken – so fällt auch im Lockdown die Decke nicht auf den Kopf. Entwickelt und eingesprochen vom Ensemble des Jungen Theaters.

 
Anna Kiesewetter und Michael Zehentner bei Audio-Aufnahmen zum Mitmachhörspiel „Ricos Reise“

„Durchlüften“ lautete im Januar diesen Jahres die Devise, als sich 6 junge Schreibtalente im Zoom-Videogespräch trafen, um – angeleitet durch Regieassistentin Tamira Kalmbach und Theaterpädagogin Lisa Hörmann – ihre Utopien für ein Regensburg zum Ende des Jahres 2021 zu entwickeln. Entstanden ist ein Reiseführer der Zukunft, in der sich Regensburg im positivsten Sinne zu einem vorbildlichen Stadtgefüge mit großer Mitbestimmung durch junge Menschen entwickelt hat. Das e-Book findet ihr hier.

Für das jugendliche Publikum ab 14 Jahren folgt im März 2021 – inspiriert von Franz Kafkas „Die Verwandlung“ – ein Videowalk für Zuhause. Das mehrteilige Stationen-Drama leitet eine eigene Performance an; die letzte Station wird eine Livebegegnung zwischen den ZuschauerInnen und SchauspielerInnen via Videokonferenz sein. Diese Live-Begegnung soll zum Ende der Pandemie ins „echte“ Theater transferiert werden.

Kinder- und Jugendclub konzipieren und proben auch in der Pandemie ihre Stückentwicklungen: Kombinieren und Observieren! Im Kinderclub (Leitung: Claudia Erl/Tamira Kalmbach) ab 8 Jahren hat aktuell der erste Workshop „Auf heißer Spur“ begonnen, der in digitalen Proben bis Ostern spannende Detektivgeschichten entwickelt.  
Der Jugendclub (Leitung: Lisa Hörmann/Peter Blum) fragt seit Herbst 2020 bei „Und jetzt alle!“ nach dem Effekt des eigenen Handelns und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Drei Kleingruppen bearbeiten in Video-Proben je einen Aspekt des Themas und entwickeln eine eigene Präsentationsform. Der erste Club steht kurz vor der Fertigstellung eines interaktiven Online-Spiels, das im Frühjahr auch mit Publikum ausprobiert werden wird.

Zeig, was Du kannst – es ist Deine Bühne! … heißt es regelmäßig bei der Open Stage des Jungen Theaters. Aber was tun, wenn in Pandemie-Zeiten keine echte Bühne betreten werden kann? Schauspieler Michael Zehentner hat das Junge Theater als digitale Bühne auf der virtuellen Plattform www.gather.town nachgebaut. Angemeldet als Avatare bietet es den jungen Talenten (14–21 Jahre) eine 10-minütige Auftrittsmöglichkeit vor 25 ZuschauerInnen außerhalb des eigenen Freundeskreises (vorerst nur als nicht-öffentlicher Testlauf).

Weitere Informationen zum digitalen Programm des Jungen Theaters finden Sie hier.

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