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David Pountney

David Pountney, Regisseur und Intendant, wurde mit seiner Produktion „Katya Kabanova“ beim Wexford-Festival 1972 international bekannt. Von 1975 bis 1980 war Pountney Produktionsleiter an der Scottish Opera, wo in Zusammenarbeit mit der Welsh National Opera ein Janáček-Zyklus entstand. David Pountney führte Regie bei der Uraufführung von David Blakes „Toussaint“ im Jahr 1977 an der English National Opera (ENO), wo er 1980 auch Produktionsleiter wurde. Dort inszenierte Pountney über 20 Produktionen und nahm eine leitende Rolle dabei ein, die ENO zu einem Zentrum eines radikalen experimentellen Theaters zu entwickeln.
Pountney führte Regie bei über 20 Uraufführungen, darunter drei Opern des britischen Komponisten Peter Maxwell Davies, für die Pountney auch die Libretti schrieb. Des Weiteren übersetzte er zahlreiche Opern aus dem Russischen, Tschechischen, Deutschen und Italienischen ins Englische. Bis heute arbeitet Pountney leidenschaftlich gerne als Librettist. Als freiberuflicher Regisseur arbeitete er von 1992 an regelmäßig in Zürich, an der Wiener Staatsoper, an der Bayerischen Staatsoper sowie an Opernhäusern in Amerika und Japan.
Für seinen Janáček-Zyklus in Wales und Schottland erhielt Pountney die Janáček-Medaille, für seine Produktionen „Julietta“ und „Greek Passion“ (Opera North und Bregen-Festival) wurde ihm die Martinů -Medaille verliehen. Zweimal wurden Produktionen von Pountney mit einem Olivier Award ausgezeichnet.
Zu den jüngere Produktionen Pountneys gehören: „Kommilitonen!“, seine dritte Oper in Zusammenarbeit mit Peter Maxwell Davies (Royal Academy of Music und US-Premiere an der Juilliard School in New York); „Spuren der Verirrten“, eine neue Oper von Philip Glass für die Eröffnung des Opernhauses in Linz, die den Schikaneder-Preis für die beste Opernproduktion des Jahres 2013 gewann, sowie „Die Zauberflöte“ für die Seebühne Bregenz, wo Pountney von 2003 bis 2013 die Intendanz inne hatte.
Seit 2011 ist David Pountney künstlerischer Direktor der Walisischen Nationaloper. Hier führte er Regie bei Bergs „Lulu“, Rossinis „Guillaume Tell“ und „Mosè in Egitto“, Debussys „Pelléas et Mélisande“, „In Parenthesis“ (Uraufführung von Iain Bell), „Figaro gets a Divorce“ von Elena Langer (Uraufführung), sowie „La Forza di Destino“ – der Start einer Verdi-Trilogie – und Prokofjews „Krieg und Frieden“. Zukunftspläne beinhalten zwei neue Produktionen an der Mailänder Scala. Seit kurzem arbeitet er an einer Produktion des „Ring“ für die Lyric Opera of Chicago. David Pountney ist Commander of the Order of the British Empire, Chevalier des französischen Ordre des Arts et Lettres und bekam das Verdienstkreuz der Polnischen Republik sowie 2014 das Ehrenkreuz des Bundes Österreich verliehen.

Foto: Richard Hubert Smith

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