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Franz Hummel

Schon in Kinderjahren entdeckt und unterstützt von Richard Strauss, Eugen Papst und Hans Knappertsbusch studierte Franz Hummel (*1939) Klavier und Komposition in Salzburg und München und wurde zunächst als Klaviervirtuose bekannt. Er gab Konzerte in ganz Europa und spielte über 60 Schallplatten mit nahezu dem gesamten klassisch-romantischen Repertoire und viel zeitgenössischer Musik ein. Seit Mitte der 1970er Jahre tritt Hummel nicht mehr öffentlich als Pianist auf. Seither widmet er sich ausschließlich dem Komponieren.
Seine inzwischen 26 Opern, Sinfonien, Ballettmusiken, Konzerte und Kammermusikwerke werden von namhaften Interpreten und in renommierten Konzertsälen und Opernhäusern Europas aufgeführt, so zum Beispiel „Blaubart“, eine Parabel über Sigmund Freud, die zwischen Moskau und Paris, London und Rom an die 120 Aufführungen erlebte. Im Jahr 2000 hatte das erste von ihm komponierte Musical „Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies“ seine vielbeachtete Weltpremiere im eigens errichteten Musical Theater Neuschwanstein. Bis 2003 wurde das Musical über den bayerischen Märchenkönig von 1,5 Millionen Menschen besucht.
2001 brach er mit seiner Abstinenz als Pianist und gab ein Konzert in der Carnegie Hall in New York.
2008 wurde Hummels die Oper „Der Richter und sein Henker“ nach Dürrenmatt im Opernhaus Erfurt uraufgeführt, „Fouché“, eine Schauspiel-Oper über den französischen Massenmörder und Polizeiminister Napoleons schrieb er für „Linz 09, Europäische Kulturhauptstadt“, und „Zarathustra“, eine Nietzsche-Oper, kam 2010 in Regensburg heraus. 2012 produzierte das Opernhaus Bremen „Blaubart“ in einer Neufassung.
In den letzten Jahren komponierte Hummel eine Sinfonie für Violine und Orchester mit dem Titel FUKUSHIMA zum Gedenken an die Opfer der japanischen Atomkatastrophe. Elena Denisova und das Moskauer Sinfonieorchester haben dieses Werk uraufgeführt und beim Label TYXart veröffentlicht. Diese CD enthält auch Hummels sinfonisches Werk „HATIKVA“, ebenfalls vom Moskauer Sinfonieorchester und dem Klarinettisten Giora Feidman eingespielt. Dirigent beider Aufnahmen ist Alexei Kornienko.
Seine 33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli, wurden als CD-Veröffentlichung in Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk von Carmen Piazzini bei NEOS eingespielt.
Hummels zweites Klavierkonzert mit dem Titel „Krieg und Frieden“, dessen Finale von seinem damals 18-jährigen Schüler Yojo Christen stammt, der es auch mit den Regensburger Philharmonikern unter Tetsuro Ban uraufführte, wird demnächst auf CD erscheinen. Ebenso sein zweites Violinkonzert mit Elena Denisova als Solistin und dem Wiener „Mahler-Ensemble“, das zum 150. Geburtstag Max Regers in der Weidener Max-Reger-Halle uraufgeführt wurde.
Inzwischen gibt es ein weiteres großes Variationen-Werk für Klavier, die „Hercher-Variationen“, die Hummels 18-jähriger Klavierstudent Christoph Preiß kürzlich auf CD eingespielt hat.
Hummels neueste, noch nicht aufgeführte Werke sind ein Oratorium nach einem Text von Thea Dorn und die Oper „Garten der Lüste“ über den Maler Hieronymus Bosch nach einem Libretto von Wolfgang Haendeler.

Foto: privat

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