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Gabriel Prokofiev

Gabriel Prokofiev, in London ansässig, ist Komponist, Produzent, DJ und Gründer des Plattenlabels und der Club Night „nonclassical“.
Mit seiner Art des Komponierens, die westliche klassische Traditionen gleichermaßen einschließt wie herausfordert, ist Gabriel Prokofiev zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Großbritannien einer der führenden Vordenker und Pioniere für ein neues Verständnis der und des Umgangs mit klassischer Musik.
Sein „Concerto for Turntables“, im August 2011 bei den BBC Proms uraufgeführt, wurde von der Kritik positiv aufgenommen und seitdem unter anderem vom Seattle Symphony und dem Copenhagen Philharmonic Orchestra aufgeführt. Prokofievs eigener unverkennbarer Klang findet seine Wurzeln ebenso in seiner Vergangenheit als Produzent von Hip-Hop-, Grime- und Electro-Platten, wie auch in seiner Mitwirkung an elektroakustischer Musik an den Universitäten in York und Birmingham. Dadurch erhielt er 1998 bei der prestigeträchtigen Bourges International Electroacoustic Music Competition einen Residenz-Preis. Seine Karriere als klassischer Komponist begann Prokofiev 2003 mit zwei Streichquartetten, die er für das Elysian Quartet schrieb. Dennoch produzierte er weiterhin Electro und Grime und startete zudem seine nonclassical Remix series (er hat bis heute über 30 Remixes zeitgenössischer klassischer Werke produziert).
Großformatige Werke schließen ein: das Ballett „A Midsummer Night’s Dream“ (2011) mit der Choreographin Cathy Marston für das Bern Ballett, ein Konzert für Bass Drum und Orchester, das vom Princeton Symphony Orchestra und Solist Joby Burgess unter Rossen Milanov 2012 in den USA uraufgeführt wurde, sowie „How!“, ein Ballett mit rein elektronischer Musik für dem amerikanischen Choreographen Maurice Causey beim Ballett Luzern (2012).
Im Mai 2013 gab Prokofiev mit der Uraufführung seines Cellokonzertes Nr. 1 sein russisches Orchester-Debüt; es spielte das St. Petersburg Philharmonic Orchestra mit Solist Alexander Ivashkin unter Sabrie Bekirova. Unter seinen jüngsten, von der Kritik gefeierten, orchestralen Auftragswerken sind das Konzert für Trompete, Schlagwerk, Turntables und Orchester, uraufgeführt vom Orchestre de Pau Pays de Béarn (2014), das symphonische Werk „Dial 1-900 Mix- A-Lot“ für das Seattle Symphony Orchestra (2014) und sein erstes Violinkonzert (ein Auftragswerk der BBC Proms und der Luxemburger Philharmonie), geschrieben für den Geiger Daniel Hope (2014) und aufgeführt in der Royal Albert Hall, Tchaikovsky Hall und der Luxembourg Philharmonic Hall, zu nennen.
Im März 2015 gab Gabriel Prokofiev mit einem einstündigen Tanzstück mit Choreograph Shobana Jeyasingh sein Debüt am Royal Opera House. Das Werk „Bayadere: The Ninth Life“ wurde für den British Composer Award nominiert.
Derzeit ist Prokofiev der composer in residence beim Orchestre de Pau Pays de Béarn in Südfrankreich, welches den ersten Teil seiner neuen, von Städten wie St. Petersburg, London und Wien inspirierten, Serie „Carnet de Voyage“ im September 2015 aufführte.

Foto: Strelka Institute for Media

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