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›Le Chaim – Auf das Leben‹

Projekttage zu israelischer Kultur 25.-29. Januar 2018

Begleitend zu der Uraufführung der Auftragsoper „Banalität der Liebe“ am 27. Januar – dem Tag der Befreiung von Auschwitz – findet am Theater Regensburg eine Projektwoche zu israelischer Kultur mit Gesprächsrunde, Kammerkonzert, Filmvorstellung und einer Installation statt, das Junge Theater bietet eine Lesung und eine Schreibwerkstatt an. Dabei möchten wir den Blick nicht nur in die Vergangenheit richten, sondern auch der sehr lebendigen zeitgenössischen Kultur- und Musikszene Israels eine Plattform geben.

›KENNST DU DAS LAND ...?‹
Eröffnungspodium zu den Projekttagen „Le Chaim“
Spargel und Südfrüchte im Winter aus Israel, heilige Stätten, Zufluchtsort und Krisenherd. Das sind die Schlagworte, die unser Bild von Israel prägen. Anlass genug mit hochkarätigen Gästen aus Literatur, Musik und Tanz mit Vorurteilen aufzuräumen und ein differenziertes Bild der aktuellen reichen Kulturszene in Israel aufzuzeigen.
Das Gesprächspodium eröffnet unsere Projekttage „Le Chaim – Auf das Leben“.

Am Freitag \ 26.1.2018 \ 19.30 Uhr \ Theater am Bismarckplatz \ Eintritt frei
 

DIE BANALITÄT DER LIEBE
Oper von Ella Milch-Sheriff
Uraufführung  | Auftragswerk für das Theater Regensburg
Die 69-jährige Hannah Arendt blickt auf ihre Lebensgeschichte zurück: Alles beginnt 1924, als sie als junge Frau eine Vorlesung Martin Heideggers besucht. Schnell entwickelt sich eine geheime, aber sehr intensive Liebesbeziehung zwischen dem renommierten Professor und seiner brillanten Studentin. Doch während Heidegger die Machtergreifung Hitlers als notwendige Erneuerung des deutschen Volkes begrüßt, sieht Arendt als Jüdin ihr Volk und sich selbst in Gefahr.
Ella Milch-Sheriff und Savyon Liebrecht verhandeln in ihrer Auftragsoper für das Theater Regensburg zentrale Fragen der jüngeren deutschen Geschichte: Fragen nach Verblendung, Schuld und nach dem Wesen des Bösen. Und der Liebe.

Uraufführung Samstag \ 27.1.2018 \ 19.30 Uhr \ Theater am Bismarckplatz
Soiree Sonntag \ 21.1.2018 \ 18 Uhr \ Neuhaussaal \ Eintritt frei 

SELMA – WENN DAS GESTERN HEUTE IST … [13+]
Eine Recherche zu Selma Meerbaum-Eisinger von Maria-Elena Hackbarth und Catharina Kottmeier
Szenische Lesung mit Musik
Als Selma Meerbaum-Eisinger, die Groß-Cousine von Paul Celan, mit 18 Jahren im KZ stirbt, hinterlässt sie ein Werk von 58 Gedichten. Die vorrangig impressionistische Liebes- und Naturlyrik der jungen Autorin erschien posthum unter dem Titel „Blütenlese“. Basierend auf Selmas Gedichten, Texten von Jugendlichen und dokumentarischem Material sucht die Collage „SELMA“ einen Weg der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus jenseits von reinen Daten und Fakten. Ein Abend, der Fragen stellt. Ein Abend, der sich nicht nur mit Geschichte, sondern mit Geschichten auseinandersetzt. Ein Abend, der die Kraft der Worte in den Mittelpunkt stellt.

Am Donnerstag \ 25.1.2018 \ 10 + 19.30 Uhr \ Junges Theater
und Freitag \ 26.1.2018 \ 10 Uhr \ Junges Theater


GEDANKEN ZUM GEDENKEN [14+]
Schreibwerkstatt
Was wissen wir über den Holocaust und die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar vor 73 Jahren? Wem nützt das Gedenken? Und wie bringt man seine Ideen aufs Papier? Wir machen uns Gedanken zum Gedenken. Gemeinsam mit Autorin und Dramaturgin Agnes Gerstenberg werden 7 Schüler der 9. Klasse der Willi-UlfigMittelschule sowie 17 Schüler der 10. Klasse der Beruflichen Oberschule Cham an je zwei Unterrichtstagen Texte zum Thema entstehen lassen, die dann in einer gemeinsamen Probe für die Bühne szenisch aufbereitet werden. Am 27. Januar um 18 Uhr präsentieren die Jugendlichen der Kooperationsschulen im Jungen Theater ihre Texte und ihre Gedanken zum Gedenken der Öffentlichkeit.

Präsentation Samstag \ 27.1.2018 \ 18 Uhr \ Junges Theater \ Eintritt frei


›FÜR TOMMY ZUM DRITTEN GEBURTSTAG – EIN BILDERBUCH AUS THERESIENSTADT‹
Ausstellungseröffnung
Zum dritten Geburtstag seines Sohnes Tommy malte der jüdische Zeichner Bedřich Fritta 1944 im Ghetto Theresienstadt heimlich ein Bilderbuch. Wenig später wurde Fritta von den Nazis ermordet, doch das Bilderbuch konnte versteckt und nach der Befreiung seinem Sohn zurückgegeben werden. Als Auftakt der „Le Chaim“-Projekttage werden in einer Installation im Theatercafé die anrührenden Bilder Frittas mit deutschen Untertiteln gezeigt, während die Texte im tschechischen Original erklingen. Zur Installations-Eröffnung wird Dr. Heike Wolter von der Universität Regensburg einen Kurzvortrag zu der Geschichte des Bilderbuchs halten.

Ausstellung 26.1.–29.1.2018 \ Theatercafé \ Eintritt frei
Eröffnung 26.1.2017 \ 19 Uhr \ Theatercafé \ Eintritt frei


PAST LIFE

Film von Avi Nesher, Israel 2016
Israel Ende der 70er Jahre. Die beiden Schwestern Sephi und Nana haben ehrgeizige Karrierepläne: Die introvertierte Sephi will Komponistin, die stürmische Nana Skandal-Journalistin werden. Doch ihrer beider Leben ist überschattet von einem Familiengeheimnis aus der Vergangenheit. Gemeinsam machen sich die ungleichen Schwestern auf nach Europa, um Licht ins Dunkel ihrer Familiengeschichte zu bringen. Avi Nashers „Past Life“ ist inspiriert von der Lebensgeschichte der Komponistin Ella Milch-Sheriff, deren Oper „Banalität der Liebe“ am Theater Regensburg uraufgeführt wird. Milch-Sheriff wird bei der Filmvorstellung persönlich anwesend sein und im Anschluss gern Fragen aus dem Publikum beantworten. „Past Life“ ist Teil einer israelischen Themenwoche der Filmgalerie im Leeren Beutel, die parallel zur Projektwoche am Theater stattfindet. Das gesamte Programm finden Sie unter www.filmgalerie.de

Am Sonntag \ 28.1.2018 \ 19.45 Uhr \ Filmgalerie im Leeren Beutel
Nachgespräch mit Ella Milch-Sheriff


VON JERUSALEM BIS EUROPA
Konzert zum Gedenken an die Opfer des Holocaust
Nach dem atmosphärischen Gedenkkonzert in der Minoritenkirche wird das Theater Regensburg auch in dieser Spielzeit wieder an einem besonderen Ort der Opfer des Holocaust in einem Kammerkonzert gedenken: Das heutige Casino der REWAG wurde 1909/10 errichtet und zählt zu den Oberpfälzer Industriedenkmälern.

Am Montag \ 29.1.2018 \ 20 Uhr \ Casino der REWAG, Greflinger Str. 22 \ Eintritt frei
Um Spenden für den Neubau der Synagoge in Regensburg wird gebeten.

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