Skip to main content

6. Sinfoniekonzert

Mit Werken von Sergei Rachmaninow und Béla Bartók

Sergei Rachmaninow (1873–1943)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18

Béla Bartók (1881–1945)
Konzert für Orchester Sz 116

Sergei Rachmaninow, als Pianist und Dirigent in seiner Jugend von Peter Tschaikowski gefördert, musste zu Beginn seiner Karriere als Komponist einige Misserfolge einstecken. Über seine erste Sinfonie fiel die Kritik derart her, dass die bereits begonnene Arbeit an seinem zweiten Klavierkonzert in c-Moll ins Stocken geriet. Rachmaninow stürzte in eine schwere Lebenskrise und begab sich in die Behandlung des musikbegeisterten Psychoanalytikers Nikolai Dahl, der ihm schließlich half, seine depressive Phase zu überwinden. Später machte ihn Rachmaninow dafür zum Widmungsträger seines zweiten, bis heute erfolgreichsten Klavierkonzertes. Mit weit geschwungenen Melodiebögen und leidenschaftlicher Melancholie verbeugte sich Rachmaninow ein letztes Mal vor dem untergehenden Zeitalter der Romantik und riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Das zweite Klavierkonzert war bald in aller Munde und schrieb später sogar Filmgeschichte: in „Menschen im Hotel“ mit Greta Garbo oder in Billy Wilders „Das verflixte siebte Jahr“ mit Marylin Monroe. Solistin und bereits zum zweiten zu Mal Gast in Regensburg ist die japanische Pianistin Yu Kosuge. Geboren 1983 in Tokio kam sie mit zehn Jahren nach Europa und studierte u.a. bei András Schiff in Salzburg. Heute gehört sie zu den meistbeachteten jungen Pianistinnen weltweit.

Nach langem Zögern verließ Béla Bartók 1941 seine Heimat Ungarn endgültig in Richtung Vereinigte Staaten – die Angst vor dem faschistischen Terror hatte schließlich die Überhand gewonnen. Doch in der Metropole New York fühlte sich der sensible Komponist alles andere als wohl, hinzu kamen Geldsorgen und gesundheitliche Probleme. Im Februar 1943 brach Bartók während einer Vorlesung an der Columbia-Universität zusammen – die Diagnose: Leukämie. Doch bald darauf kam ein Lichtblick in Form eines 500-Dollar- Schecks und eines Kompositionsauftrags der Bostoner Symphoniker. Bartók blühte auf. Bereits im Oktober war das „Konzert für Orchester“ fertig: ein kraftstrotzender Schwanengesang, ein mal scherzhaftes, mal ekstatisches Werk, das vom Komponisten wegen seiner instrumentalen Virtuosität „Konzert“ getauft wurde und doch im Grunde eine verknappte Sinfonie ist. Im September 1944 wurde das Stück in Boston mit großem Erfolg uraufgeführt, ein gutes Jahr später erlag Bartók seiner schweren Krankheit.

Termine (Velodrom)

Sa, 22.04.2017, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo K1, K2

Fotos

Besetzung


Einführung um 19 Uhr im Oberen Foyer

Spielstätte Velodrom
Premiere 22.04.2017

Sie verlassen jetzt die Seiten von Theater Regensburg. Bitte beachten Sie, dass Sie auf eine Seite gelangen, für deren Inhalt wir nicht verantwortlich sind und für die unsere Datenschutzerklärung nicht gültig ist. Wenn Sie damit einverstanden sind, klicken Sie bitte auf "Einverstanden", ansonsten auf "Abbrechen".

Einverstanden