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7. Sinfoniekonzert

Mit Werken von Astor Piazzolla und Rodion Shchedrin

Astor Piazzolla (1921 – 1992)
Tres movimientos tanguísticos porteños

Astor Piazzolla (1921 – 1992)
Konzert für Bandoneon, Gitarre und Streichorchester
„Hommage a Liège“

Rodion Shchedrin (*1932)
„Carmen“-Suite
für Streichorchester und Schlaginstrumente



Es gab Zeiten, da musste Astor Piazzolla auf den Straßen von Buenos Aires um sein Leben fürchten. Unter orthodoxen Tango-Musikern hatte er sich erbitterte Feinde gemacht, da er in seinen Kompositionen traditionellen Tango mit einer barocken Fuge, mit Jazz oder mit Elementen Neuer Musik vermischte. Piazzolla, der perfektionistische Bandoneon-Spieler, der bei Alberto Ginastera in Argentinien sowie bei Nadia Boulanger in Paris Komposition studierte, schuf auf diese Weise eine völlig neue Musikrichtung, den Tango nuevo. Im Jahr 1963 komponierte er drei sinfonische Tangos, die er später „Tres movimientos tanguísticos porteños“ überschrieb. Im Jahr 1985 entstand sein Doppelkonzert für Bandoneon, Gitarre und Streicher. Beide Werke sind beste Beispiele für den typischen „Piazzolla-Sound“: Verführerische Melodien, mal pulsierende, mal ruckartig sich verschiebende Rhythmik, Brechungen und robuste Volkstümlichkeit. „Tango ist für mich mehr was fürs Ohr als für die Füße“, soll Astor Piazzolla einmal gesagt haben.

Sehr wohl zum Tanzen gedacht war hingegen Rodion Schtschedrins Bearbeitung bekannter Melodien aus Georges Bizets Oper „Carmen“. Der 1932 in Moskau geborene, heute in München lebende Komponist schrieb seine „Carmen“-Suite für seine Frau Maya Plissezkaja, der langjährigen Primaballerina des Bolschoi-Theaters.
Die Uraufführung fand am 20. April 1967 im Moskauer Bolschoi-Theater statt und geriet zu einem Skandal. Zu impulsiv war für das damalige Publikum die Musik, zu erotisch aufgeladen der Tanz der nur spärlich bekleideten Maya Plissezkaja. Eine aufgebrachte sowjetische Kulturministerin schleuderte der Primaballerina nach der Premiere entgegen: „Ihre Carmen wird sterben!“ Maya Plissezkaja soll erwidert haben: „Carmen stirbt, wenn ich sterbe!“
Tatsächlich trat sie noch in rund 350 weiteren Aufführungen als Carmen auf. Für Rodion Schtschedrin sollte die „Carmen“-Suite zu seinem beliebtesten und meistgespielten Werk werden.

Termine (Neuhaussaal)

Mo, 13.07.2020, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo K1

Do, 16.07.2020, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo K2

Besetzung

Dirigent Tom Woods

Einführungen um 19.00 Uhr

Spielstätte Neuhaussaal
Premiere 13.07.2020

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