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›Das Rheingold‹ im Hafen

Oper von Richard Wagner (1813 – 1883)

Dichtung vom Komponisten

in der Bearbeitung für Soli und mittelgroßes Orchester von Eberhard Kloke

Szenische Open-Air-Aufführung im bayernhafen Regensburg, Westhafen


Nach den Open-Air-Events von „Der Fliegende Holländer“ und „Tosca“ kehrt das Theater Regensburg mit Richard Wagners „Das Rheingold“ für einen besonderen Opernabend erneut an den Bayernhafen Regensburg zurück.
Wagner schuf „Das Rheingold“ inmitten gewaltiger politischer Umbrüche in Europa. Er entwarf die Geschichte einer gesellschaftlichen Neuordnung und deren Gefährdung durch Habgier und Machtstreben. „Das Rheingold“ stellt als in sich geschlossene Geschichte schon sämtliche Fragen nach Recht und Unrecht, alter und neuer Ordnung, die schließlich zum finalen Weltenbrand führen.
Von Beginn an türmt sich in „Das Rheingold“ Unrecht auf Unrecht. Göttervater Wotan verlangt es nach dem aus geraubtem Gold geschmiedeten Ring, der dem, der ihn besitzt, zu unermesslicher Macht verhilft. Entgegen seiner von ihm geschaffenen Gesetze raubt er dem Goldräuber Alberich den Ring. Doch Alberich belegt den Ring mit einem Fluch: Der, der ihn besitzt, werde unglücklich und zerfressen von Gier nach dem, was er nicht haben darf. Beim Einzug der Götter in Walhall beginnt Wotan zu ahnen, dass dies der Anfang vom Untergang ist.
Im mythologischen Gewand werden nicht nur Themen sozialen Miteinanders verhandelt, sondern auch das Verhältnis des Menschen zu Natur.
Regisseur Andreas Baesler nutzt den industriellen Charme des stillgelegten Stadtlagerhauses und kontrastiert die Geschöpfe des Mythos – Gottheiten, Riesen, Nixen – mit einer konkreten Industrie- und Arbeiterwelt in der Ästhetik der ausgehenden 1920er Jahre. Videokünstler Clemens Rudolph haucht Wagners starken orchestralen Bildern mit Großprojektionen auf das Stadtlagerhaus visuell Leben ein.

Die auf eine Spieldauer von 1 Stunde 30 Minuten gekürzte Fassung verdichtet die Handlung auf ihre packende Essenz, ohne dabei Wagners musikdramatische Raffinesse aus den Augen zu verlieren.

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