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Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Aufzügen

Dichtung und Musik von Richard Wagner (1813–1883)

„Ich bin vor ungefähr 12 Tagen nach einer gräßlichen, sehr gefahrvollen Reise von beinahe 4 Wochen auf einem Segel-Schiffe in London angekommen.“ So beschrieb Wagner 1839 seine Schiffsüberfahrt nach London, wohin er aus Riga flüchtete, nachdem er dort seine Anstellung verloren und einiges an Schulden angehäuft hatte. Kurz vorher hatte er die Sage von einem verfluchten Seefahrer durch die „Memoiren des Herren von Schnabelewopski“ von Heinrich Heine kennengelernt. Seine Phantasie war entzündet. Wagners dramatische Eindrücke auf stürmischer See und sein privates Dilemma fanden ihre künstlerische Übersetzung in seiner Oper „Der fliegende Holländer“.

1843 wurde das Werk mit mäßigem Erfolg in Dresden uraufgeführt und in der Folge von Wagner überarbeitet. Dennoch hat er mit dem „Holländer“ zu seinem eigenen Stil gefunden. Selbst aus der rückblickenden Distanz betrachtete er die Oper als sein erstes vollgültiges Werk. Die Verstrickung von Fluch, Erlösung, Treueeid und Verrat sind hier zum ersten Mal in einer Konstellation angelegt, wie es sich später durch das Werk Wagners ziehen wird.

Der Stoff der Oper sei „der Natur, der wir alle angehören, abgelauscht und nicht etwa Speculation eines düster süchtigen Schwärmers“. Die Titelfigur trägt keinen Namen und kommt somit zugleich wie ein Mythos als auch wie ein fluchbeladener Jedermann daher.

Der Fluch besagt, dass der Holländer bis in alle Ewigkeit die Meere durchsegeln muss. Alle sieben Jahre darf er an Land gehen, um dort seine Erlösung zu suchen, die er nur in der bedingungslosen Liebe einer Frau finden kann. Und diese Liebe scheint sich in Senta, der Seefahrertochter, einzulösen. Sie lebt auf der anderen Seite des Mythos. Sie ist mit der Geschichte vom „bleichen Seemann“ aufgewachsen und ist der Überzeugung, dass sie es sein wird, die ihn erlösen kann. Als sich Senta und der Holländer endlich begegnen, finden zwei Außenseiter jenseits gesellschaftlicher Konventionen in einer erlösenden Liebes-Utopie zueinander.

Wagners wohl populärstes Werk, „Der fliegende Holländer“, ist zugleich romantisches Liebesdrama, Gespensteroper und Ideendrama. Das Toben des Meeres, Sentas Ballade und nicht zuletzt die Seemanns-Chöre geben der Oper eine unverwechselbare Farbe, die den Zuschauer vom ersten Ton an in ihren Bann zieht.

Fotos: Jochen Quast

Termine (Theater am Bismarckplatz)

Sa, 23.09.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo PA, W

Di, 26.09.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo A

Sa, 30.09.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo U

Mi, 04.10.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo F

So, 08.10.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo Z

Mi, 11.10.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo B, Volksbühne

Sa, 14.10.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo J, M

So, 22.10.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo S

Di, 31.10.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo R

Do, 02.11.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo C, Volksbühne

So, 12.11.2017, 15:00-17:10

Preise D | freier Verkauf | Abo N

Di, 21.11.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo Y

Do, 14.12.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo G

Mo, 18.12.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo E, Volksbühne

Fr, 22.12.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf | Abo H

Fr, 29.12.2017, 19:30-21:40

Preise D | freier Verkauf

Fotos

Besetzung

    Spielstätte Theater am Bismarckplatz
    Premiere 23.09.2017

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