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Minona. Ein Leben im Schatten Beethovens

Uraufführung

Oper von Jüri Reinvere (*1971)

Libretto vom Komponisten
Auftragswerk für das Theater Regensburg

Das Beethovenjahr 2020 startet am Theater Regensburg mit der Uraufführung der Oper „Minona“ des estnischen Komponisten Jüri Reinvere.
Anlässlich des 250. Geburtstages Ludwig van Beethovens widmet sich die Oper dem Schicksal Minona von Stackelbergs. Indizien weisen darauf hin, dass es sich bei ihr um die leibliche Tochter Beethovens handelt. Im Juli 1812 schrieb Beethoven den Brief an die „Unsterbliche Geliebte“, als dessen Adressatin wohl Minonas Mutter Josephine Brunsvik gelten kann, die damals jedoch unglücklich in zweiter Ehe an den baltendeutschen Baron Christoph von Stackelberg gebunden war. Im April 1813 kam dann Josephines Tochter Minona zur Welt. Sie war ihr siebtes Kind. In die Ehe mit Baron von Stackelberg, an deren Scheitern 1812 kaum mehr ein Zweifel bestand, hatte sie bereits vier Kinder mitgebracht. Minona wurde in eine äußerst unsichere familiäre Situation hineingeboren.
Als Christoph von Stackelberg zurück in seine estnische Heimat ging und Josephine ihm nicht folgen wollte, holte er eigenmächtig die gemeinsamen Kinder und Minona zu sich nach Reval, dem heutigen Tallinn.
Die Oper sucht zu ergründen, wie sich dort das Leben für Minona und besonders die Beziehung zu dem Mann, den sie als ihren Vater annehmen musste, gestalteten. Unausgesprochen schwebt die Ahnung einer anzuzweifelnden Vaterschaft immer im Raum. Minonas Verbundenheit mit Beethoven entsteht zunächst jedoch allein durch die Bewunderung seiner Kunst. Von der Liebe zwischen dem Komponisten und ihrer Mutter erfährt sie erst nach deren Tod aus Briefen im Nachlass.
Für Reinvere ist Minona ein Kind der Hoffnung jener Liebe – in einer Lebenswelt, die wenig Raum für Hoffnung lässt.
Minona von Stackelbergs Geschichte lässt Raum für Fragen und Spekulationen. Es ist daher gerade die Suche einer Frau nach ihrer Identität, die Regisseur Hendrik Müller – der nach „Carmen“, „Freax“ und „Edgar“ wieder ans Theater Regensburg kommt – ins Zentrum seiner Inszenierung rückt. Minona sucht Hilfe in der Kunst, nutzt sie als Kompensation, und droht doch an dem Übervater Beethoven zu zerbrechen.

Im Bereich der sinfonischen Musik ist der Komponist Jüri Reinvere in Deutschland bereits bekannt. Mit „Minona“ stellt er sich erstmals dem deutschen Opernpublikum vor.


Aufführungsdauer ca. 2 Stunden 30 Minuten, inkl. Pause

Das Theater Regensburg bleibt vom 11.3.–19.4.2020 wegen des Coronavirus geschlossen.
Weitere Informationen finden Sie hier.


Ludwig van. Ein Bericht
Film von Mauricio Kagel (1969) (Dauer: 91 Min.) | Do., 2.4.2020 | 19.30 Uhr | FilmGalerie im Leeren Beutel
Im Anschluss Nachgespräch mit Dramaturgin Julia Anslik

Fotos: Jochen Klenk

Termine (Theater am Bismarckplatz)

Sa, 25.01.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abos PA, W

So, 02.02.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abo S

Di, 18.02.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abo Y

Mi, 26.02.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abo F

Mi, 04.03.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abo R

Sa, 07.03.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abo U

Do, 09.04.2020, 19:30–22:00

Vorstellung entfällt

Mi, 15.04.2020, 19:30–22:00

Vorstellung entfällt

Mo, 11.05.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abo E, Volksbühne| Termin unter Vorbehalt | Infos hier

Sa, 30.05.2020, 19:30–22:00

Preise B | freier Verkauf | Abo J| Termin unter Vorbehalt | Infos hier

Fotos

Video

Besetzung


Einführung 30 Minuten vor den Vorstellungen


Kompositionsauftrag von Theater Regensburg,
finanziert durch

Spielstätte Theater am Bismarckplatz
Premiere 25.01.2020

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