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Oslo – Mission für den Frieden

von J. T. Rogers (*1968)

Deutschsprachige Erstaufführung

Deutsch von John Birke

1993 kommt es im Garten vom Weißen Haus in Washington D.C. zu einem historischen Moment:
Jitzchak Rabin und Jassir Arafat schütteln sich die Hände, zwischen ihnen ein lächelnder Bill Clinton; dann unterschreiben sie gemeinsam die „Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung“, allgemein auch unter „Oslo  I“ bekannt.
Der Name der norwegischen Hauptstadt kommt nicht von ungefähr und verweist auf eine unglaubliche Geschichte der Diplomatie. Während die Gespräche zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation – kurz PLO genannt – in Washington D.C. stagnierten und eine Einigung zwischen Juden und Arabern unmöglich schien, eröffnete ein norwegisches Diplomaten-Ehepaar einen geheimen Kommunikationskanal zwischen den verfeindeten Lagern … Mona Juul vom Norwegischen Außenministerium und Terje RødLarsen, ein Sozialwissenschaftler, kommen im Frühjahr 1993 auf die verrückte Idee, quasi im Alleingang – also ohne die norwegische und israelische Regierung oder die Leitung der PLO miteinzubeziehen – erstmals Israelis und Palästinenser in einer Pension fernab jeglicher Großstädte an einem Tisch zu vereinen.
Die Regeln sind einfach: Im Verhandlungszimmer führen die drei Männer – zwei Wirtschaftsprofessoren aus Haifa und der Finanzminister der PLO – die Verhandlungen im Alleingang, dürfen sich streiten, schreien, drohen und bluffen. Aber außerhalb des Zimmers wird die Politik außen vor gelassen, man betrachtet sich als Mensch, sogar Freund, plaudert über die Familie und vor allem isst und trinkt man zusammen an einem großen Tisch. Das, was vierzig Jahre lang unerreichbar scheint, wird plötzlich greifbar und nach und nach werden immer höhere Funktionäre beider Seiten eingeweiht, bis sich schließlich ein Friedensabkommen herauskristallisiert. Aber wird es letztendlich auch durchführbar sein? Und werden sich alle Seiten daran halten?

J. T. Rogers ist mit „Oslo – Mission für den Frieden“ das Meisterstück gelungen, eine historisch belegte politische Situation spannungsgeladen und unterhaltsam auf die Bühne zu bringen. Bestechend durch eine einnehmende Thriller-Dramaturgie fiebert der Zuschauer bis zum Schluss atemlos mit! Bisher war das Stück am Broadway in New York, im Westend in London und an den Nationaltheatern in Tel Aviv, Oslo und Seoul zu sehen. Das Theater Regensburg zeigt den Politthriller erstmals im deutschsprachigen Raum.

„Es ist ein definitiver Glücksfall, dass das Theater Regensburg genau dieses Stück jetzt zur Eröffnung der Schauspiel-Saison gewählt hat. [...] Wie sich [die Protagonisten] begegnen, sich hassen, mögen, nicht und dann doch verstehen und auch alle anderen diese historische Realität gebären – das ist schlicht und ergreifend atemberaubend toll.“ – Donau-Post

Aufführungsdauer 2 Stunden 45 Minuten inkl. Pause

Fotos: Jochen Quast

Termine (Velodrom)

Sa, 21.09.2019, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abos PA, X, Xb

Mo, 23.09.2019, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo E, Volksbühne

Mi, 25.09.2019, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo F

So, 29.09.2019, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo Z

Di, 01.10.2019, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo A

So, 06.10.2019, 19:30–22:15

Vorstellung entfällt

Mo, 07.10.2019, 11:00-13:45

Vorstellung entfällt

Mi, 16.10.2019, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo T

Fr, 18.10.2019, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo L

So, 20.10.2019, 15:00–17:45

Preise B | freier Verkauf | Abo N

Di, 21.01.2020, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo Q

Mi, 22.01.2020, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo V

Do, 23.01.2020, 19:30–22:15

Preise B | freier Verkauf | Abo I

Fotos

Video

Besetzung

Spielstätte Velodrom
Premiere 21.09.2019

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