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Regensburger Gespräche #6

Das wird man doch wohl noch sagen dürfen

Noch nie war die weltweite Gesprächskultur so gespalten wie heute: Auf der einen Seite ist der Tabubruch zum rhetorischen Mittel der Wahl geworden. Der Skandal um den Echopreis ist nur ein Beispiel dafür, wie rechtes Gedankengut und rechte Sprache nicht nur unter Jugendlichen, sondern innerhalb des Wirtschaftssektors Musikindustrie als salonfähig hingenommen werden. Auch Alexander Gaulands verbale Eskalation in Richtung der Bundeskanzlerin nach der Bundestagswahl ist ein Indiz für die zunehmende Verrohung der Gesprächskultur. Auf der anderen Seite wird Sprache wie noch nie unter die Lupe genommen. So musste kürzlich ein Gedicht des bolivianisch-schweizerischen Dichters Eugen Gomringer als sexistisch verfemt von der Fassade der Alice-Salomon-Hochschule weichen.
Bei den 6. Regensburger Gesprächen werden wir über den Zusammenhang zwischen Denken und Sprache diskutieren. Wer bestimmt eigentlich darüber, was korrekt und was tabu ist? Und brauchen wir diese Tabus, um miteinander in einen konstruktiven Diskurs zu treten?

Termine (MZ-Gebäude)

Mi, 11.07.2018, 19:00

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter: heike.benedikt@mittelbayerische.de

Gäste: Nora Gomringer (Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015, Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia), Daniel Ullrich (Forscher am Lehrstuhl für Medieninformatik der LMU München und Co-Autor von »Es war doch nur gut gemeint: Wie Political Correctness unsere freiheitliche Gesellschaft zerstört«) und Prof. Anatol Stefanowitsch (FU Berlin, Autor des Buches „Eine Frage der Moral. Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen")
Moderation: Angelika Sauerer (Mittelbayerische Zeitung)

In Kooperation mit der
Mittelbayerischen Zeitung

Spielstätte MZ-Gebäude

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