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Wir (мы)

Eine musikalische Farce in neun Szenen und einem Prolog

von Anton Lubchenko (*1985)

Uraufführung

Libretto von Anton Lubchenko und Daria Panteleeva
Nach Motiven des gleichnamigen Romans von Jewgeni Samjatin
Auftragswerk für das Theater Regensburg
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Im „Einheitlichen Staat“ werden die Menschen zu Nummern, die ihr Leben nach streng mathematischen Regeln ordnen. Bis hin zur Fortpflanzung unterstehen ihre Aktivitäten der Kontrolle des Staates. Liebe existiert nicht. Über ein Ticketsystem können andere Nummern für „glückliche Stunden“ gebucht werden. In der Gemeinschaft wird alles geteilt – auch die Sexualpartner:innen. Konformität verspricht Glück durch Ruhe und Frieden und sichert die Macht eines totalitären Herrschers, bis sich in einigen „Nummern“ menschliche Gefühle durchsetzen und sie aufbegehren. Angeführt wird die revolutionäre Bewegung von I-330, die in D-503, Ingenieur des „Einheitlichen Staates“, einen glühenden Verehrer findet. Zunehmend verfällt er ihr. Politische und private Interessen beginnen sich zu vermischen und als sich die Unruhen zuspitzen, drängt für D-503 die Zeit, Stellung zu beziehen.
Der Roman des sowjetischen Autors Jewgeni Samjatin, 1920 entstanden, fiel in seiner Heimat zunächst der Zensur zum Opfer. Samjatins dystopische Zukunftsvision gilt wie Aldous Huxleys BRAVE NEW WORLD oder George Orwells 1984 heute als Klassiker der Science-Fiction-Literatur. Entindividualisierung, Unterdrückung, Überwachung und Stagnation des Lebens – dies sind die Merkmale von Samjatins Welt in seinem Roman Wir. Der Einzelne gilt hier nichts, allein das „Wir“ zählt. Die Moskauer Literatur-Enzyklopädie von 1929/39 nannte den Schriftsteller einen Konterrevolutionär; sein Roman WIR sei eine „niederträchtige Schmähschrift auf die sozialistische Zukunft.“
Der Komponist Anton Lubchenko ist dem Regensburger Publikum durch seine Uraufführung der international beachteten Oper DOKTOR SCHIWAGO im Jahr 2015 bekannt. In seiner musikalischen Farce WIR betont er das Ringen um Menschlichkeit in einer bis zur Groteske verkommenen totalitären Struktur. Er spielt hier mit unterschiedlichen Stilen, die er immer wieder bricht. Auf diese Weise erzeugt er einen ironischen musikalischen Kontext zur literarischen Dystopie.
Dass er ein Meister der ironischen Brechung ist, hat Regisseur Johannes Pölzgutter in seinen Arbeiten wiederholt bewiesen. Er wird in dem spektakulären Bühnenbild von Ausstatter Michael Lindner Lubchenkos Oper zum Leben erwecken.

Termine (Theater am Bismarckplatz)

Sa, 29.01.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf 

Di, 01.02.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf 

Mi, 09.02.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf 

Sa, 19.02.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf 

Sa, 26.02.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf 

Do, 10.03.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo G

Fr, 18.03.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo D, VB

Fr, 25.03.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo H

So, 27.03.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo S

Mi, 27.04.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo B

Do, 02.06.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo C, VB

So, 12.06.2022, 15:00

Preise B | freier Verkauf | Abo N

So, 19.06.2022, 19:30

Preise B | freier Verkauf | Abo Z

Besetzung

Einführung 30 min vor Vorstellungsbeginn (außer Premiere)

Spielstätte Theater am Bismarckplatz
Premiere 29.01.2022

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