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Wutschweiger (10+)

von Jan Sobrie (*1979) und Raven Ruëll (*1978)

Aus dem Flämischen von Barbara Buri

Ein letzter Blick, dann zieht Ebenezer die Tür hinter sich zu. Seine Eltern sind arbeitslos, die Familie muss umziehen: Graues Mietshaus, sechster Stock. Es ist nur für kurze Zeit, verspricht der Vater. Die neue Wohnung ist klein, viel kleiner als das alte Haus. Überhaupt wird alles in Ebene­zers Umgebung immer kleiner – auch seine Eltern: Sie schrumpfen mit jeder neuen Rechnung, die sie öffnen und nicht bezahlen können.„Herzliches Beileid und willkommen im Klub. Im Ich-sitze-in-der-Schei­ße-Klub“, begrüßt ihn Sammy, die im gleichen Haus wohnt. Auch bei ihr läuft es schlecht, aber sie weiß: sich schämen bringt nichts. Sammy und Ebenezer gehen in dieselbe Klasse und werden Freunde. Als alle ande­ren ins Skilager fahren dürfen, müssen die beiden als einzige zu Hause bleiben. Enttäuscht und wütend legen Sammy und Ebenezer einen feierlichen Schwur ab: Von jetzt an werden sie nicht mehr sprechen.
Das Wutschweigen erweist sich als wirkungsvoll. Nach zwei Wochen ist die Schulleitung verzweifelt und alle sprechen über die „Schweiger aus dem Wohnblock“. Mehrere Zeitungen und sogar das Fernsehen zeigen Interesse. Doch dann entdeckt Ebenezer eines Tages, dass Sammy ein Geheimnis hat.

WUTSCHWEIGER erzählt von zwei Kindern, die durch den plötzlichen sozialen Abstieg ihrer Familien an den sogenannten Rand der Gesell­schaft gedrängt werden. Ein schonungsloses, aber auch mutmachendes und sehr humorvolles Theaterstück, das ganz ohne Sentimentalität ein akutes Problem inmitten unserer Gesellschaft beschreibt. Jedes fünfte Kind ist aktuell in Deutschland von Armut betroffen.

Termine (Junges Theater)

So, 28.11.2021, 18:00

Preis 7,50 € / erm. 5,50 € | freier Verkauf

Kartenwünsche werden über unser Bestellformular jederzeit angenommen und mit Beginn des jeweiligen Vorverkaufs bearbeitet.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Spielstätte Junges Theater
Premiere 28.11.2021

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